Affiliate Website erstellen: Ein offenes Beispiel #3

Willkommen (zurück)! Schön, dass Du da bist :)

Hier kommt der dritte Artikel zu meiner Affiliate Seite. Hier findest Du den ersten und zweiten Teil.

In passenden Zeitabständen – also immer dann, wenn etwas spannendes passiert ist – werde ich dieser Reihe an Artikeln einen neuen hinzufügen.

Und nun widmen wir uns dem, was sich seit dem letzten Mal getan hat. Zum Überblick hier eine kleine Tabelle:

Metrik Wert
Artikel 66
Wörter 61.28
Monatliche Nutzer (August) 422
Monatliche Nutzer (August) 548
Klicks auf AF-Links (August) 71
Conversion (August) 42,25%
Einnahmen (August) 13,97€

Was diese Zahlenkolonne zu bedeuten hat, ob man das gut oder schlecht finden sollte und wie es weiter geht, darum geht es jetzt:

Neue Inhalte

Mein Ziel von rund 20.000 geschriebenen Wörtern pro Monat habe ich nicht einhalten können. Nur rund die Hälfte habe ich geschafft, also etwa 10.000 Wörter pro Monat. Im August hat die Stagnation der Seite ordentlich auf die Motivation gedrückt; dazu später mehr.

Bei der Planung der Artikel wollte ich so nahe wie möglich an der Kernkompetenz der Seite bleiben: „Besteck“. Daher behandeln die neuen Artikel Themen wie

  • Besteck für unterwegs
  • Besteck nachkaufen
  • Bestes Besteckset
  • Bester Besteckkasten
  • Essbares Besteck

Der Gedanke dahinter ist, die Seite mit diesem engmaschigen Netz an Keywords als erste Wahl für Suchmaschinen zu präsentieren. Je mehr Inhalte ich diesem Themenfeld widme, desto eher erscheint die Seite darin als eine Autorität.

Diese Strategie ermüdet leider schnell. Denn nach einigen Texten, die so eng beieinander liegen, wird das Schreiben langweilig. Daher streue ich in letzter Zeit öfter Artikel ein, die einfach Spaß beim Schreiben machen. Außerdem sieht die Auswahl an Artikeln auf der Startseite dann nicht so aus, als hätte sie ein Irrer geschrieben, der mehr im Leben haben sollte, als einen Faible für Besteck.

Seitenzugriffe

Wie eingangs angeschnitten, bin ich mit der Entwicklung der Nutzerzahlen unzufrieden. Bis Anfang August sah es noch ganz gut aus. Aber der gesamt folgende Monat war ein herber Rückschlag:

Nutzerzahlen des Jahres 2018

Der Rückgang von Anfang August bis Anfang September sieht dem vom Juni sehr ähnlich, aber einen Zusammenhang konnte ich bislang noch nicht herstellen. Das ärgert mich. Den Grund zu kennen, wäre eine sehr hilfreiche Sache.

Dazu kommt ein Update vom Google-Algorithmus Anfang August. Zu gerne würde ich dem diese Entwicklung in die Schuhe schieben, aber das wäre zu einfach. Außerdem betrifft mich dieses Update eigentlich nicht.

Googles Algorithmus-Update

Die Änderungen am Verfahren zu Bestimmung der besten Suchergebnisse hat hauptsächlich Seiten getroffen, die Themen wie Finanzen oder Gesundheit behandeln. Seiten, die solch existenzielle Dinge behandeln, werden als YMYL-Seiten bezeichnet.

YMYL steht für „Your Money or Your Life“.

Diese Seiten werden es nach dem Update schwerer haben, hohe Rankings zu erzielen. Google will damit erreichen, dass Nutzer weniger schlechte Informationen zu sensiblen Lebensbereichen auf der Ergebnisseite präsentiert bekommen. Nur Seiten mit Autorität, ordentlichem Backlink-Profil und wertvollen Informationen sollen weit oben ranken können.

Betrifft das Update meine Seite?

Jein. Ein Update bringt die Positionen auf der Ergebnisseite von Google für ein paar Tage ins Wackeln. Das ist ganz normal und gleicht sich relativ kurzer Zeit wieder aus. Doch die Zugriffszahlen meiner Seite stagnieren nun schon länger und sind seit rund einem halben Monat sogar rückläufig. Das kann ich nur schwer mit dem Update in Verbindung bringen.

Den einzigen Aspekt, der in Bild passen würde ist der mit den Backlinks. Sie haben durch das Update möglicherweise an Bedeutung gewonnen. Das ist ein bisschen blöd, denn ich habe noch keine nennenswerte Backlinks, die zu meiner Affiliate Seite führen. Das will ich nun nachholen.

Plan für die nächsten Monate

Nach dem enttäuschenden letzten, soll es die folgenden Monate gerne wieder nach oben gehen. Damit das auch klappt, muss ich wohl einiges anders machen. An ein paar Schrauben habe ich bereits gedreht, die meisten Verbesserungen (insbesondere die Backlinks) liegen noch in der Zukunft.

Was ich verbessern konnte

Seit dem letzten Artikel in dieser Serie habe ich in zwei Feldern Fortschritte machen können: Zum einen bediene ich nun die Social Media Kanäle regelmäßiger. Zum andern habe ich technische Aspekte der Seite verbessert.

Social Media

Seit neustem gibt es einen Twitter-Account für die Affiliate Seite. Er hat kaum Follower und schafft nur wenige Nutzer zur Website. Ich bin skeptisch, ob Twitter mit der eher kritischen Community der richtige Platz für eine Seite ist, die primär Geld verdienen will und häufig Links zu Produktvergleichen postet.

Auch Instagram läuft schleppend. Mit rund 100 Followern sieht es besser aus, als auf Twitter, aber wirklich berauschend ist das nicht. Zwar ist das Engagement besser, aber da sich zu den Posts keine anklickbaren Links hinzufügen lassen, bringt auch Instagram kaum Nutzer zur Seite.

Pinterest scheint bislang der erfolgreichste Weg zu sein, Besucher auf die Seite zu bewegen. Doch ist Pinterest auch am schwierigsten zu füllen. Meine Inhalte bestehen zum Großteil aus eigens angefertigten (Info-) Grafiken und das kostet Zeit. Zudem habe ich kaum Lust dazu, diese Plattform täglich zu bedienen. Aber für dieses leidige Problem ist eventuell eine Lösung gefunden: Tailwind. Dabei handelt es sich um eine Software, in die ich die Grafiken hineinwerfe, sie mit Bildunterschriften versehe und einer Pinnwand zuordnen.

Tailwind findet selbstständig angemessene Zeitfenster zum Posten. Wie gut die Zeiten wirklich sind, habe ich noch nicht messen können. Oft möchte Tailwind mitten in der Nacht posten. Erst dachte ich, die Software hätte nicht erkannt, dass sich meine Zielgruppe in Deutschland und damit ein paar Zeitzonen von den USA entfernt befindet. Doch dann las ich in deren Newsletter, dass ungewöhnliche Zeiten scheinbar ganz gut funktionieren sollen. Aber wie gesagt; Das konnte ich für mich noch nicht verifizieren.

Momentan plane ich wöchentlich zwei Stunden dafür ein, einen neuen Schwung an Grafiken für Pinterest zu machen, die dann mindestens über einen Zeitraum von sieben Tagen per Tailwind verteilt werden. Durch die kontinuierliche Aktivität meines Profils erhoffe ich mir eine gesteigerte Reichweite. Noch ist es zu früh, um abzuschätzen wie erfolgreich das ist. Im nächsten Teil werde ich dann ein paar Verlaufskurven von Pinterest Analytics einbinden.

Technische Verbesserungen

Zunächst wollte ich bloß die Menüleiste mit prominent platzierten Icons für meine Social Media Kanäle ausstatten. Doch der Abend wurde immer länger; Ich ließ Googles Tool namens „PageSpeed Insights“ meine Seite analysieren. Das hatte ich schon einmal getan. Geändert hatte sich kaum etwas an der Bewertung meiner Seite durch PageSpeed Insights. Doch da meine Nutzerzahlen rückläufig waren, wollte ich sicherstellen, dass zumindest keine technischen Aspekte Google Anlass für ein schlechtes Ranking geben.

Die wichtigste Änderung bestand darin, alle JavaScript-Dateien zu einer zusammenzusetzen und erst dann einzubinden, wenn der Rest der Seite bereits geladen wurde. Dadurch kann der Browser die Seite zusammenbauen, ohne zuvor die relativ großen JavaScript-Dateien laden zu müssen.

Hilfestellung dazu bietet die Seite Varvy.com an. In diesem Artikel von Varvy fand ich ein Code-Snippet, dass genau dieses Problem löst. Nachdem ich es an meine Seite angepasst habe, sah es so aus:

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<script type="text/javascript"> function jsInjection() { var AppScript = document.createElement("script"); AppScript.src = "<?php echo JS . 'app-0.0.7.js'; ?>"; document.body.appendChild(AppScript); } if (window.addEventListener) window.addEventListener("load", jsInjection, false); else if (window.attachEvent) window.attachEvent("onload", jsInject); else window.onload = jsInjection; </script>

Dieses kleine Skript gehört kurz vor den schließendem body-Tag. Es fügt der Seite ein Skript-Element hinzu, über dass die JavaScript-Datei eingebunden wird. Das passiert aber erst dann, wenn die Seite vollständig geladen ist.

Für CSS-Dateien empfiehl PageSpeed Insights ein Ähnliches Vorgehen. Allerdings ist das eine Nummer komplizierter: Wird CSS erst eingebunden, wenn die Seite bereits geladen ist, dann sieht der Nutzer einen sogenannten FOUC (=„Flash of Unstyled Content“). Also beim Laden der Seite wird sie für einen Moment ohne Styling angezeigt. Das sieht schön scheiße aus. Nachdem die CSS-Dateien dann doch eingebunden wurden, zuckt die Seite kurz und sieht dann so aus, wie sie sollte.

Man steht vor der Wahl, einen FOUC zuzulassen, oder CSS vor vollständigem Laden der Seite einzubinden. Ich habe mich für Letzteres entschieden.

Der Vollständigkeit halber sei noch der Mittelweg erwähnt: Dazu teilst Du das Styling in zwei (oder mehr) CSS-Dateien auf. Alles an CSS, was für den Teil der Seite zuständig ist, der ohne Scrollen sichtbar ist, wird direkt eingebunden. Der Rest wird nachgeladen. Diese Lösung ist prinzipiell die sauberste, aber auf den meisten Seiten kaum umzusetzen.

Backlinks ergattern

Wie etwas weiter oben festgestellt, benötigt die Affiliate Seite mehr Backlinks. Falls Dir der Begriff nichts sagt; hier entlang bitte.

Der erste und einfachste Schritt besteht in der Anmeldung der Seite bei Verzeichnissen für Blogs. Diese Verzeichnisse sind sowas wie die Gelben Seiten für Blogs. In Zeiten von Social Media und Suchmaschinen sind solche Verzeichnisse eigentlich überholt. Aber scheinbar gibt es doch noch welche, die sich ihren Lesestoff dort zusammensuchen.

Der Witz für die Blogger besteht darin, einen weiteren Zustrom von Besuchern zu erschließen. Doch viele dieser Verzeichnisse sind zu Linkschleudern verkommen. Blogs melden sich dort nur an, um einen Backlink zu erhalten. Links, die von Verzeichnissen zu den Blogs sind meist als nofollow gekennzeichnet. Damit sind sie viel weniger wertvoll. Links, die nicht mit nofollow markiert sind, gibt es oft nur im Tausch gegen einen Link vom eigenen Blog auf das Verzeichnis. Dazu gehört in vielen Fällen eine Grafik, die auf dem Blog eingebunden werden muss. Nicht schön, aber es kann helfen.

Ich habe mich gegen das Einbinden von Links oder Grafiken von und zu den Verzeichnissen entschieden. Ich mag die einfache Optik meiner Seite inzwischen sehr und will sie nicht mit hässlichen Bannern dieser Verzeichnisse vollstopfen.

Ein kleines Hindernis gab es noch zu umschiffen: Einige Verzeichnisse wollen ein paar Metadaten (Titel, Datum der Veröffentlichung, kurze Beschreibung) von aktuellen Artikel über RSS laden, damit sie diese in deren Feed anzeigen können.

Tja. Also mit RSS habe ich nicht gerechnet. Ich richtete den RSS-Feed ein und hatte sehr wenig Spaß dabei. Aber wat mutt dat mutt.

Nun ist meine Affiliate Seite bei einigen dieser Verzeichnisse eingetragen und hat zumindest ein paar nofollow-Links.

Damit dazu auch dofollow-Links kommen, habe ich ein paar Blogs angeschrieben und darum gebeten, einen Gastartikel schreiben zu dürfen. Das ist erst ein paar Tage her und ich hoffe, damit die Bekanntheit der Seite zu steigern und – wenn alles gut geht – einen Backlink zu erschließen.

Amazon Partnerprogramm

Bislang stehen die Gewinne in keinem vernünftigen Zusammenhang zur Arbeitszeit. Die müden 13,97€, die ich im August verdienen konnte, reichen höchstens für die Serverkosten. Was ermuntert, sind die CTR und die Conversion Rate.

CTR meint den Anteil der Nutzer, die auf meine Affiliate Seite kommen und über einen Affiliate Link klicken.

Conversion Rate beschreibt die Zahl der Käufe in Relation zu der Anzahl an Klicks auf meine Affiliate Links. Etwas weiter ausgelegt, könnte sie auch den Anteil aller Besucher meiner Seite angeben, die einen Kauf getätigt haben. Ich beziehe mich auf die erste Definition.

Angenommen meine Seite wird von 100 Nutzern besucht und 20 von denen klicken auf einen Affiliate Link; Dann liegt die CTR bei 20%. Wenn von diesen 20 Nutzern insgesamt 5 Käufe getätigt werden, dann liegt die Conversion Rate bei 25%.

Nun kann es aber auch sein, dass ein Nutzer mehrere Links anklickt und mehrere Produkte kauft. Amazon gibt mir aber nur die Anzahl aller Klicks auf die Links rechnet diese gegen die Anzahl der gekauften Produkte, was die Conversion Rate ergibt. Theoretisch kann ein Link eine Conversion Rate von 200% besitzen, wenn ein Kunde darüber zwei Produkte kauft.

Die CTR (ca. 16%) und Conversion Rate (ca. 40%) sehen soweit ganz gut aus. Bloß die schiere Zahl der Seitenbesucher ist zu gering, um diese Seite einen Erfolg nennen zu können. Daher ist der Rückgang an Nutzern im August ein so herber Schlag.

Fazit

Es hätte besser laufen können. Doch ich bin zuversichtlich, demnächst auf die eine oder andere Weise eine positive Entwicklung zu erreichen. Wie im ersten Teil der Artikelreihe beschrieben, möchte ich mein Ziel von 100.000 Wörtern erreichen, bevor ich mich für oder gegen eine Fortsetzung des Projekts entscheide.

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