Affiliate Website erstellen: Ein offenes Beispiel #4

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Dieser Artikel ist der vierte in einer Reihe, die sich mit dem Aufbau einer Affiliate Seite beschäftigt. Hier findest Du den ersten, zweiten und dritten Teil.

Heute geht es im Besonderen um die Produktion von Inhalten und deren Verbreitung in sozialen Netzwerken – allen voran Pinterest. Aber zuerst werfen wir einen Blick auf die Statistiken:

Metrik Wert
Artikel 82
Wörter 76.320
Monatliche Nutzer (Oktober) 546
Klicks auf AF-Links (Oktober) 48
Conversion (Oktober) 29,17%
Einnahmen (Oktober) 6,18€

Hier siehst Du die monatlichen Nutzer im Verlauf diesen Jahres:

Statistik der monatlichen Nutzer

Im Vergleich ist es ein Rückschlag zum Monat August, der im dritten Teil der Artikelreihe behandelt wurde. Zumindest bei den Einnahmen sind die Zahlen rückläufig. Die Anzahl monatlicher Nutzer ist zwar um ein gutes Viertel gestiegen, aber scheinbar haben weniger auf die Affiliate Links geklickt. Aber woran könnte das liegen? Das sehen wir uns am Ende des Abschnitts über die Produktion von Inhalten genauer an. Doch zuerst ein paar Worte dazu, wie und welche neuen Inhalte entstanden sind.

Neue Inhalte

Mein Ziel von 20.000 Wörtern pro Monat habe ich erneut nicht erfüllen können. September und Oktober haben beide nur einen Zuwachs von je rund 10.000 Wörtern gebracht. Auch in dem letzten Artikel musste ich die Verfehlung des ursprünglichen Ziels einräumen. Ein bisschen habe ich mich damit abgefunden, bloß 10k Wörter pro Monat produzieren zu können. Andererseits gab es bereits Monate zu Beginn des Jahres, in denen es deutlich mehr war. Daher schraube ich die Messlatte von 20k nicht herunter.

Neben den Texten habe ich im Oktober verstärkt damit begonnen, Fotos und Grafiken zu produzieren. Die Grafiken landen auf dem Pinterest Kanal, die Fotos schmücken die Artikel aus. Außerdem sind zwei Videos entstanden.

Der Plan bestand darin, einige Artikel, die bereits auf der ersten Seite der Suchergebnisse erschienen, noch ein paar Plätze nach oben zu bringen. Schließlich erhalten die ersten drei Ergebnisse rund die Hälfte aller Klicks. Bei den betreffenden Artikeln hatte ich das Gefühl, bereits einen guten und ausführlichen Text verfasst zu haben, der die passenden Keywords- und Phrasen enthielt. Mit dem Ersetzen von Stockfotos und Einfügen von Videos wollte ich diese Artikel noch schmackhafter für die Nutzer und die Suchmaschine machen. Und das hat auch geklappt.

Der Artikel, der die meisten Klicks auf Affiliate-Links für mich generiert, ist der, der sich mit dem Säubern von Strohhalmen beschäftigt. Klingt komisch, klappt aber ganz gut. Es ist ein sehr spezifisches Problem, nur sehr wenige andere Seiten haben einen passenden Artikel darüber im Angebot und das Suchvolumen ist zwar klein, aber ausreichend. Dazu kommt, dass der einfachste Weg zum Reinigen eines Strohhalms darin besteht, ihn mit einer speziell für diesen Zwecke geformten Bürste zu putzen. Anders geht es kaum oder nur sehr umständlich.

Im Ergebnis kommen Nutzer, die nach diesem Problem suchen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf meiner Seite. Von dort aus klicken ebenfalls relativ viele Nutzer auf die Affiliate-Links zu den entsprechenden Bürsten und tätigen eventuell einen Kauf.

Die Bürsten kosten nur ein paar Euro, aber landet bei dieser Session noch etwas im Warenkorb, zahlt Amazon dafür (in den meisten Fällen) ebenfalls eine Provision aus.

Genau dieser Artikel über das Strohhalm Problem war es, der im September immer weniger Nutzer anzog. Ich hatte bemerkt, dass die Position des Artikels auf der Suchergebnisseite von Google abgerutscht war. Noch habe ich nicht genau herausgefunden, warum das der Fall war. Als Gegenmaßnahme habe ich neue Bilder und ein Video zum Artikel hinzugefügt. Das reichte aus, um ihn ein bis zwei Positionen weiter nach oben zu bekommen. Das hat wiederum genügt, damit wieder mehr Nutzer die Seite besucht und auf AF-Links geklickt und darüber gekauft haben.

Eine kleine Verbesserung hat die Nutzerzahlen erheblich zu verbessern. Das möchte ich bei einigen anderen Artikeln ebenfalls erreichen. Aus diesem Grund nehme ich die Search Console von Google zu Hand und suche mir die Unterseiten heraus, die für einige Keywords bereits auf der ersten Seite erscheinen und durch neue Medien noch verbessert werden könnten.

Der Vorteil im Verbessern alter Inhalte besteht darin, dass die darin inestierte Zeit mit größerer Wahrscheinlichkeit gut angelegt ist. Beim Erstellen ganz Neuer Inhalte kann es immer mal sein, dass sie es kaum in die Nähe der ersten Seite der Suchergebnisse schaffen. Diese Strategie bedeutet leider, dass ich mehr werde arbeiten müssen, um sowohl diese zu verfolgen, als auch die 20k-Wörter-Marke im November zu knacken. Gelänge mir das, dann wäre das ursprüngliche Ziel von 100k Wörtern im ersten Jahr geschafft – und das noch vor Dezember.

Automatisiertes Posten in sozialen Netzwerken

Anfang Oktober habe ich mich daran versucht, regelmäßiger bei Pinterest zu posten. Das erstellen der Grafiken ist recht aufwendig, aber in ein paar Ruhigen Minuten am Wochenende gut zu bewältigen. Weniger gut gelingt mir das Posten an jedem Tag der Woche. Es ist einfach lästig, sich wieder und wieder einzuloggen und ein paar Posts abzuschicken. Ich begab ich daher auf die Suche nach Services, die das für mich übernehmen können. Einer davon heißt Tailwind.

Auf Tailwind kannst Du Bilder hochladen, Titel, Bescheibung, etc. dafür festlegen und einen Zeitpunkt der Veröffentlichung bestimmen. Das fand ich ganz gut. Die ersten 100 Postings sind kostenlos, danach kostet Tailwind rund 15$ im Monat. Eigentlich ein fairer Deal. Ich wollte nur kein Geld für etwas ausgeben, dass alle paar Stunden kurz mit der API von Pinterest redet und ein Bild verschickt. Zumindest nicht in einem Abo-Modell. Daher bastel ich seither an einem kleinen Service, der das gleiche kann. Meiner Schätzung nach wird er nächsten Monat fertig sein. Es besteht aus einer Postgresql Datenbank, einer API in go und einer Web App in React. In den kommenden Artikeln gibt's Updates dazu. Aber ich versuche mich damit nicht zu sehr von dem eigentlichen Projekt ablenken zu lassen. Auch wenn es mir mehr gefällt go zu schreiben als Texte über Bestecke aus rostfreiem Edelstahl.

Pinterest habe ich mittlerweile als die Plattform ausgemacht, die die meisten Nutzer auf die Seite spült. Twitter ist langweilig, Instagram erlaubt keine Links unter den Posts und Facebook finde ich aus offensichtlichen Gründen nur noch widerlich. Gemessen an der Zeit, die ich in den Twitter, Instagram und Pinterest Kanal gesteckt habe, kann ich es gut rechtfertigen, alle bis auf Pinterest fallen zu lassen.

Plan für den November

Auch um für mich festzuhalten, was noch getan werden muss und zu welchen Meilensteinen ich im nächsten Artikel Rechtfertigungen abliefern muss, sind hier noch einmal die Ziele für den Nächsten Monat, den November:

  • 20.000 Wörter schreiben
  • alte Artikel mit Bildern und Videos aufmöbeln
  • regelmäßig auf Pinterest posten
  • 640 monatliche Nutzer erreichen

Hoffentlich bist Du ähnlich gespannt darauf, ob und wie diese Ziele erreicht werden. Sobald der nächste Teil veröffentlicht ist, wird er hier verlinkt.

Bis bald :)

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