Effektiverer Linkaufbau: Themenrelevante Backlinks ergattern

Backlinks sind für erfolgreiche SEO immens wichtig. Hier lernst Du, was Backlinks sind und wo du sie herbekommst. Außerdem: Die Moving-Man-Method und wie Du mit ihr themenrelevante Backlinks generierst. Hast Du Dich schonmal gefragt, weshalb genau Du damals zuerst zu dem Friseur gegangen bist, der Dir bis heute die Haare schneidet? Oder warum Du Dich damals für diesen Floristen, dieses Fitnessstudio oder einen anderen Dienstleister entschieden hast?

Es könnte daran liegen, dass Du ein mündiger Verbraucher bist, der im Vorfeld recherchiert, welcher Anbieter zu Dir passt. Aber recht häufig werden solche Entscheidungen maßgeblich von Empfehlungen beeinflusst. Empfehlungen von Freunden und Personen, die sich in dem Gebiet besonders gut auskennen, fallen dabei i.d.R. am Schwersten ins Gewicht. So ähnlich ist es auch mit Backlinks in Bezug auf die SEO.

Was ist ein Backlink?

Ein Backlink ist ein Link, der von einer anderen Seite auf Deine verweist.
Angenommen, Du hast eine geniale Infografik über die Population der Braunkehlreiher im Okavangodelta gemacht. Anschließend könnte einem Blogger, der sich mit diesem Ökosystem beschäftigt, Deine Arbeit positiv auffallen. So positiv, dass er oder sie in einem Artikel einen Link zu Deiner Grafik unterbringt. Das wäre dann ein astreiner Backlink. Hurra!

Genau wie mit den Empfehlungen, ist die Bedeutsamkeit von Backlinks abhängig von der Herkunft. Dein Pagerank hängt davon ab, ob und wie viele Backlinks auf Deine Seite verweisen. Wichtiger noch als die Anzahl ist jedoch die Qualität. So sind Backlinks, die von Seiten mit hohem Pagerank kommen, stets besser für Dich. Außerdem ist zu beachten, dass Verweise von Seiten kommen sollten, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen wie Deine Seite. Demzufolge sind themenrelevante Backlinks von Seiten mit hohem Pagerank Dein oberstes Ziel.

Woher Backlinks bekommen?

Im obigen Beispiel war guter Content der Grund für den Link. Darauf kannst Du Dich leider nicht immer verlassen. Darum gibt jetzt ein paar Ideen auf die Hand, mit denen Du neue Backlinks bekommst:

  • Infografiken (werden einfach gerne geteilt)
  • Gastbeiträge
  • Preisausschreiben
  • Gratis Tools anbieten
  • Blogs kommentieren
  • Backlink-Quellen der Konkurrenz ermitteln und selbst nutzen
  • Moving-Man-Method

Infografiken

Infografiken erfreuen sich anhaltender Beliebtheit – und das zu Recht. Sie fassen wichtige Fakten um ein bestimmtes Thema zusammen und verschaffen dem Betrachter einen hervorragenden Überblick. Selbst eher uninteressante Dinge können in einer Infografik spannend aufbereitet werden. Apropos: Möchtest du vielleicht etwas über eine der beliebtesten Emulsionen lernen? Kein Problem:

Infografik

Toll, oder? Nein? Nagut...

Der Punkt ist, dass Infografiken gerne geteilt werden. Mit ihnen erhöhst Du Deine Chancen in einem Blog erwähnt zu werden oder ein paar Shares zu erhaschen.

An dieser Stelle sei kurz auf Pinterest hingewiesen: Viele kennen das Soziale Netzwerk gar nicht; aber über es lassen sich hervorragend Shares von Bildern generieren. Setzt Du viel auf anschauliche Grafiken, könnte sich das Einbinden eines entsprechenden Social-Buttons lohnen.

Gastbeiträge

Auf anderen Seiten als Gastautor einen Artikel zu verfassen ist definitiv eine Option, die Du in Betracht ziehen solltest. Der Eigentümer der Seite für die Du schreibst, wird sich über kostenlosen Content freuen und nichts dagegen haben, auf Dich als Autor und Deine Seite zu verlinken. Dazu erreichst Du mit deinem Inhalt neue Nutzer, die es damit zu beeindrucken gilt. Das ist in diesem Fall vermutlich wichtiger, als der Backlink selbst. Trotzdem nimmst Du den natürlich auch mit!

Einen qualitativen Artikel zu verfassen ist allerdings mit einigen Mühen verbunden und lohnt sich auch nur, wenn er auf einer Seite veröffentlicht wird, die eine gewisse Reichweite und einen guten Pagerank besitzt. Gleichzeitig ist es als Neuling in einer Nische nicht ganz leicht, mit den Webmastern etablierter Seiten in Kontakt zu kommen.

Preisausschreiben

Give Aways sind ein einfacher und sehr wirkungsvoller Weg, auf Dich aufmerksam zu machen. Natürlich sind sie ein Kostenfaktor; schließlich musst Du den Teilnehmern irgendeinen attraktiven Gewinn anbieten können. Zu Beginn solltest Du prüfen, ob und wie Du das Give Away ausreichend bewerben kannst. Bekommen zu wenige Nutzer davon Wind, wird es zu wenige Teilnehmer geben, mit denen sich die Investition in den Hauptgewinn rechtfertigen ließe.

Ein netter Trick ist es, das Teilen der Seite in Sozialen Netzwerken zur Teilnahmebedingung zu machen. Das werden erstmal nicht ganz so viele Nutzer mitmachen wollen. Viele möchten ihre Follower und Freunde mit dem Posting einfach nicht stören und die eigene Timeline von dergleichen sauber halten. Die Nutzer, die es dennoch teilen, sind ein doppelter Gewinn: Einerseits sind sie auf Deine Seite im Positiven Sinne aufmerksam geworden, andererseits helfen sie, sie noch bekannter zu machen.

Gewinnspiele solltest Du vor dem Start sehr genau durchdenken: Wie sollen die Teilnahmebedingungen aussehen? Wie wähle ich einen Gewinner aus? Wie kann ich sicherstellen, dass der Gewinn schnell beim Gewinner ankommt? Wie verhindere ich Betrug? Das sind Herausforderungen, an denen du lieber in der Theorie, als später in der Praxis scheiters. Schlecht geplante Gewinnspiele verärgern Deine Nutzer und zerstören das Vertrauensverhältnis zwischen Euch.

Gratis Tools anbieten

Hiermit verhält es sich ähnlich, wie mit den Infografiken: Besonders nützliche oder spaßige Dinge (schließt sich nicht immer aus), werden oft geteilt.

Ein gutes Beipsiel für ein gelungenes Gratis Tool ist der Impressums-Generator von eRecht24.de. Er ist überaus hilfreich, wird in vielen Tutorials aufgegriffen und kassiert dadurch Unmengen Backlinks.

Nutzern Arbeit abzunehmen ist immer ein schöner Ansatz. Mit wirklich guten Ideen und Fleiß kannst Du mit Deinem Projekt nachhaltig Eindruck machen!

Blogs kommentieren

Über Kommentare freuen sich die meisten Blogger. (Ich übrigens auch.) In ihnen kannst du versuchen, Links zu Deinen Seiten unterzubringen. Aber Achtung: werde bitte nicht noch so ein Spammer, der in einem Halbsatz auf den Artikel Bezug nimmt und dann einen lieblosen Link darunter klatscht. Kommentare dieser Art werden von den wenigsten Bloggern freigegeben und können ihnen den letzten Nerv rauben.

Wenn Du einen Artikel findest, über den Du wirklich etwas sagen kannst, zu dem Du eine Frage hast oder etwas ergänzen möchtest, ist das super. Andernfalls verzichte besser auf einen Kommentar. Er würde ohnehin keiner Partei nützen.

Backlink-Quellen der Konkurrenz ermitteln und selbst nutzen

Die gute alte Industriespionage funktioniert auch online! Das Ermitteln der Backlink-Quellen von Konkurrenten ist nur nicht so einfach. Dazu gibt es glücklicherweise ein paar spezielle Tools. Leider sind die meisten kostenpflichtig. Auf openlinkprofiler.org kannst Du Dir aber kostenlos einen Überblick verschaffen und erste Quellen abgucken.

Moving-Man-Method

Das ist zweifellos die Strategie mit dem coolsten Namen. Keine Frage. Die Methode ist recht simpel, aber schwer zu erklären. Bitte hab’ etwas Nachsicht mit mir.

Bei dieser Strategie geht es um Links, die auf Seiten ohne den versprochenen Inhalt führen. Sei es, weil der Inhalt gelöscht, verschoben oder geändert wurde. Du durchforstest zunächst Blogs und andere Seiten nach solchen Links. Sobald Du einen gefunden hast, kannst du den Eigentümer der Seite darauf aufmerksam machen und einen neuen Link vorschlagen. Natürlich einen, der auf Deine Seite führt.

Damit das klappt, müssen viele Dinge zusammenkommen:

1 Finde einen nutzlosen Link auf einer Seite, die der Deinen thematisch ähnelt. 2 Prüfe, ob Du auf Deiner Seite etwas findest, auf das stattdessen verlinkt werden kann. 3 Informiere den Eigentümer der Seite und schlage ihm vor, auf den Inhalt Deiner Seite zu verlinken.

Ja, das klingt ein bisschen mühselig, ist den Aufwand aber wert. Es erweitert sozusagen die Strategie mit dem Kommentieren von Blogs. Der Inhaber der anderen Seite profitiert von Deinem Eifer genau wie Du. Weil Du dem Seitenbetreiber einen echten Mehrwert mit Deinem Hinweis lieferst, ist er eher dazu gewogen, Deinen Content zu verlinken. Außerdem wird er das Gefühl haben, dass Du Dich mit seinem Inhalt gründlich auseinandergesetzt hast.

Zugegeben: Das Aufspüren von defekten Links ist eine Sisyphusarbeit. Dabei besonders hilfreich sind Tools wie die Moving Man Method-Chrome-Erweiterung. Sie analysiert automatisch die Links auf einer Seite und gibt Dir diejenigen aus, die auf fehlerhafte Seiten verweisen. Gleichzeitig recherchiert sie eine Kontaktmöglichkeit zum Webmaster. Als Beispiel habe ich diese Blog-Seite damit analysiert:

Moving Man Method Chrome Extention

Alle etwaigen interessanten URLs werden oben angezeigt. Darunter dann die Kontaktmöglichkeit. Das muss nicht immer eine Mail-Adresse sein. Die Extension erkennt selbst Twitter-Accounts.

Bist Du fündig geworden und kannst dem Inhaber der Seite alternativen Content von Deiner Seite anbieten: Bingo! Schon tut sich vor Dir die echte Chance auf einen tadellosen Backlink auf.

Fasse bei Deiner Suche nach entsprechenden Links auf fremden Seiten besonders die ins Auge, die großen thematischen Bezug zu Deiner haben. Hochwertige Backlinks entspringen immer Seiten, die beides haben: Sowohl einen hohen Pagerank, als auch eine hohe Themenrelevanz.

Fazit

Du hast gerade unterschiedlichste Wege für einen effektiveren Linkaufbau kennengelernt. Probiere sie nach Möglichkeit alle einmal aus. Achte darauf, einen gesunden Mix aus Links verschiedener Quellen zu bekommen. Auch hunderte Links nützen wenig, wenn sie alle von derselben Seite stammen. Je vielfältiger und ausgewogener deine Links, desto glücklicher die Suchmaschinen.

SEO dreht sich nicht allein um Backlinks. Im SEO Einmaleins erfährst Du mehr über Suchphrasen, Keywords, Meta-Tags und mehr.

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