Affiliate Website erstellen: Ein offenes Beispiel #2

Willkommen zurück. Schön, dass Du wieder da bist!

Im ersten Teil der Reihe habe ich den Start meiner Affiliate-Website beschrieben und an ein paar Stellen durchblicken lassen, wie meine Strategien aussehen, um mehr Nutzer zu gewinnen.

Heute möchte ich Dir ein Update zum aktuellen Stand der Seite geben. Dieses Update beinhaltet Informationen darüber, wie viel und welchen Content ich im vergangenen Monat produziert habe, wie es den Social-Media-Kanälen geht und wie die Nutzerzahlen aussehen.

Neuer Content

Seit dem letzten Blogpost zur Affiliate-Seite ist nun etwas mehr als ein Monat vergangen. In dieser Zeit habe ich rund 10 neue Artikel verfasst und veröffentlicht. Dabei habe ich die Marke von 40.000 geschriebenen Wörtern durchbrochen. Das hört sich nach viel an, ist für eine Affiliate-Seite aber noch gar nichts Besonderes. Mein langfristiges Ziel ist es, 100.000 Wörter zu erreichen. An diesem Punkt sollte erkennbar sein, ob die ich mit der Seite den richtigen Weg eingeschlagen habe, oder nicht.

Den 100k Wörtern möchte ich mich mit 10-20 Tausend Wörtern pro Monat nähern. Das bedeutet für mich eine Schreibarbeit von etwa 600-700 Wörtern pro Werktag.

In den ersten Tagen der Seite und bei den ersten Artikeln habe ich mich mit dem Schreiben schwer getan. Inzwischen schaffe ich, sofern ich meine Recherche abgeschlossen habe, rund 750 Wörter in der Stunde. Die Recherchearbeit dauert je nach Thema unterschiedlich lange. Eine gute Faustregel ist, dass dafür mindestens so viel Zeit nötig ist, wie zum Schreiben selbst.

Bilder für die Artikel finden

Die Bilder bekomme ich zum Beispiel von der Seite Pixabay. Dort sind Bilder CC0-lizenziert. Das bedeutet, ich kann sie herunterladen und auf meiner Seite verwenden, ohne Geld zu zahlen oder den Urheber zu nennen. Diese Bilder sind darüber hinaus zur kommerziellen Nutzung gekennzeichnet. Da meine Seite Gewinne erwirtschaften soll, ist das ein wichtiger Punkt.

Der Vorteil von Pixabay liegt also klar auf der Hand: Kostenlose Bilder, die auch noch gut aussehen. Das spart mir eine Menge Zeit. Außerdem verfüge ich nicht über das nötige Equipment oder Know-how, um selbst solch hübsche Fotos zu produzieren.

Der Nachteil an Pixabay ist, dass ich nicht zu allen Themen und Produkten Bilder finde. Meinen Seite widmet sich schließlich einer ganz bestimmten Nische. In diesen Fällen erstelle ich mit Inkacape selbst passende Grafiken. In Artikeln, die sich mit verschiedene Messer- oder Löffelarten bewchäftigen, genügt es ohnehin, nur die jeweiligen Formen der Messerarten zu illustrieren:

Beispielbild eines Messers als Vektorgrafik

Das Erstellen eigener Grafiken kostet allerdings viel Zeit. In einigen Fällen genügen die Vektorgrafiken aus Inkscape aber nicht. Da ich aber nicht jedes Besteckstück, das ich zeigen und beschreiben will, kaufen kann, musste ich einen Umweg gehen:

In einem der neusten Artikel geht es um Fischbesteck. Dieses Besteck hat eine ganz spezielle Form; Dazu gab es natürlich keine entsprechenden Bilder auf Pixabay. Glücklicherweise sind Bestecke recht einfache geometrische Formen. Ich gestaltete die entsprechenden Besteckstücke in Bleder (einem 3D-Programm) und renderte sie:

3D-Rendering von Besteck

Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber schön genug für das Titelbild des Artikels.

Die Gestaltung einer dreidimensionalen Gabel hat mich sicherlich eine Stunde gekostet. Vielleicht habe ich also meine Zeit mit unnötigen Details verschwendet. Doch ich fand, zu dem Artikel musste ein plastisches Bild her. Wir werden vermutlich erst später sehen, ob sich der Aufwand gelohnt hat.

Social Media

Meine Sozialen Kanäle beschränken sich weiterhin auf Instagram und Pinterest.

Facebook

Im letzten Beitrag endete ich damit, unbedingt noch eine Facebook-Seite zu erstellen. Von diesem Vorhaben bin ich abgerückt. Dazu müsste ich zuerst einen privaten Accout einrichten, der dann Administrator der Facebook-Seite wird. Nur hatte ich jüngst meinen privaten Facebook-Account gelöscht. Extra dafür wieder einen neuen abzulegen erscheint mit momentan nicht sinnvoll.

Nagut, es ist schon sinnvoll einen Kanal auf der größten Plattform der Welt zu haben. Doch Facebook ist mir unsympathisch. Außerdem müsste ich für die Facebook-Seite neue Arten von Inhalten produzieren. Ich habe schon genug Arbeit mit den Grafiken für Pinterest und den Fotos für Instagram. Sobald ich mehr Zeit zur Verfügung oder die ehrlich Hoffnung habe, Facebook könnte mir sehr weiterhelfen, werde ich die Facebook-Seite einrichten. Doch zunächst möchte ich mich auf Instagram und Pinterest konzentrieren.

Instagram

Mit Instagram läuft es schleppend. Fotos von Besteck sind nicht so der Hit auf dieser Plattform. Auch der entsprechende Hashtag #Besteck wird sehr selten bespielt und ist im Grunde wertlos.

Vermutlich wirken auf Instagram Bilder von leblosen, unemotionalen Bestecken einfach nicht gut. Auf die Plattform gehören Inhalte mit Botschaft und Gefühl. Keines von beiden bietet mein Themenbereich. Aus diesem Grund sollte ich es wahrscheinlich wie alle anderen Hersteller von Küchenutensilien auf Instagram machen, und vermehrt Bilder von fabelhaften Speisen posten. Das hat wenig mit Besteck zutun, ist aber nicht vollkommen abwegig; Lieber ein paar Follower mehr dadurch gewinnen, als Nutzer mit Fotos von merkwürdigen geformten Gabeln langweilen.

Ist eine Zuschauerschaft aufgebaut, kann ich anschließend genügend Inhalte über das tatsächliche Thema einbauen; ganz nebenbei und unauffällig. Es wird sich dann zeigen müssen, ob ich auf die Art an meine eigentlich Zielgruppe herankomme.

Abgesehen vom geringen Interesse an Bildern von Besteck, fällt es mir selbst schwer, originelle Fotos davon machen. Auch aus dieser Perspektive scheint es nötig zu sein, spannendere Dinge vor die Linse zu stellen und das Besteck als Beiwerk einfließen zu lassen.

Pinterest

Mit Pinterest ist es eine echte Achterbahnfahrt: Den einen Tag läuft es gut, den anderen miserabel.

Mit Inhalten für Pinterest habe ich viele Stunden verbracht. Wesentlich mehr als für Postings auf Instagram. Die Grafiken für Pinterest sind hangemacht und genau auf die Plattform abgestimmt. Auch sie habe ich mit Inkscape gemacht und mit Bildern von Pixabay gewürzt:

Beispiel einer Infografik

Ich habe verschiedene Layouts ausprobiert und mit Farben, Verläufen und Schriftarten gespielt. Letztendlich hing es jedoch zumeist vom Thema des Pins ab, wie gut er lief. Einige von ihnen haben zehn und mehr Besucher auf meine Seite gelockt. Das scheint erstmal wenig, aber ich hoffe, diese Pins werden kontinuierlich Nutzer auf meine Seite schaufeln. Mal sehen, ob das klappt...

Damit Pinterest meine Pins vielen Nutzern anzeigt, muss man dort im Grunde täglich aktiv sein. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass ich jeden Tag neu Grafiken erschaffen muss. Vielmehr scheint es mir, als wolle Pinterest sehen, dass ich ein aktiver (=wertvoller) Nutzer der Plattform bin. Also sammle ich fast täglich Pins auf meinen Pinnwänden, die zu der Nische passen.

Das wiederholte Sammeln hat den Vorteil, dass es Nutzer auf mein Profil bei Pinterest aufmerksam macht. Unter den Pins steht nämlich, wer ihn sich zuletzt gemerkt hat. So wird mein Profil für diejenigen sichtbar, die sich ebenfalls für einen Pin interessieren, den ich gesammelt habe.

Nutzer, die auf mein Profil kommen, möchte ich dann gerne zu der Pinnwand lenken, auf denen sich Pins befinden, die zu meiner Affiliate-Seite verweisen.

Die Pinnwand mit den meisten Links zu meiner Seite ist die Pinnwand mit dem Titel Clevere Küche. Auf meinem Profil ist sie ganz oben angeordneten. Innerhalb der Pinnwand schiebe ich Pins mit Links zu meiner Seite immer ganz nach oben; So sehen Besucher meines Pinterest-Profils am wahrscheinlichsten Pins, die zu meiner Seite führen.

Statistiken

Wie beim letzten Beitrag, lege ich auch hier die Statistiken meiner Seite offen:

Statistiken der Nutzerzahlen meiner Affiliate-Seite

Zur Zeit des letzten Beitrags hier im Blog waren es rund 100 Nutzer pro Monat. Ich freue mich zwar, dass es langsam auf die 300 Nutzer zugeht, aber das Wachstum geht mir noch nicht schnell genug. Wie gesagt stecken inzwischen über 40.000 Wörter in der Affiliate-Seite und ich betreibe sie seit vier Monaten.

Zum langsamen Wachstum gibt es eine Theorie, die häufig diskutiert wird: Die Sandbox von Google. Die Theorie besagt, dass Google neue Seiten im Ranking zunächst nicht sehr gut behandelt. Erst wenn die Seite einige Zeit durchgängig aktiv war, nimmt Google sie praktisch aus dem Sandkasten der jungen Seiten heraus und rankt sie wie eine erwachsene Seite.

Das klingt irgendwie komisch oder? Aus folgenden Gründen ist es plausibel:

  • Google möchste möglichst gute Suchergebnisse liefern.
  • Google möchte den Aufwand beim Crawlen gering halten.
  • Google will auf keinen Fall Suchergebnisse liefern, die zu nicht mehr vorhandenen Seiten führen.

Weil es viele neue Seiten gibt, die schnell wieder verschwinden, kann ich mir gut vorstellen, dass Google sie nicht so häufig crawlt. Denn das Crawlen kostet Ressourcen. Wäre ich eine Suchmaschine, würde ich neue Seiten einfach nicht so häufig crawlen, um mir Arbeit bei Seiten zu sparen, die wahrscheinlich schnell wieder verschwinden.

Daraus ergibt ein Problem: Wenn Google gerade die Seiten, die häufig schnell wieder verschwinden, selten besucht, dann ist es gut möglich, dass sich unter den Suchergebnissen welche befinden, die zu längst verschwundenen Seiten führen.

Angenommen der Crawler besucht meine Seite alle vier Tage. Nimmt Google einen Artikel meiner Seite in die Suchergebnisse auf und ich lösche meine Seite wieder, merkt Google das erst in drei Tagen. Daher ist es sinnvoll, Suchergebnisse junger Seiten anfangs nicht sehr weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren. Derart kann verhindert werden, dass Nutzer eine schlechte Erfahrung mit Google machen, weil sie einem Suchergebnis folgen, dass zu keiner existierenden Seite führt.

Ich glaube nach rund vier Monaten aus der beschriebenen Sandbox von Google rauszuwachsen. Das erklärt auch die gestiegenen Zugriffszahlen, die Google mir beschert:

Zugriffszahlen nach Quelle

Die Zugriffe über die organische Suche stiegen auch zu den Zeiten an, als alle vorhandenen Artikel bereits indiziert waren und gerade keinen neuen dazu kamen. Daher meine vorsichtige Einschätzung: Das Alter der Seite und deren Unterseiten spielt eine Rolle beim Ranking.

Um den 1. Mai kannst Du sehen, wie einige Aufrufe über Social Media reinkommen. Das ist einem Schwall an Grafiken für Pinterest geschuldet, die offenbar ganz gut ankamen. Wie im Abschnitt dieses Artikels über Pinterest beschrieben, habe ich mich auf Grafiken konzentriert, die weniger wie Infografiken und mehr wie Werbeplakate für meine Seite funktionieren.

Die erhöhten Zugriffszahlen über Pinterest ebbten allerdings schnell wieder ab. Wirklich nachhaltige oder virale Pins sind mir noch nicht gelungen. Sobald das passiert, erfährst Du es in einem der folgenden Beiträge der Artikelreihe.

Meine bisherigen Gehversuche beim Gestalten von Grafiken kannst Du auf meinem Pinterest-Profil verfolgen. Eigene Grafiken landen hauptsächlich auf dieser Pinnwand.


Das wars für dieses Mal. Vielen Dank für Dein Interesse. Bei Fragen kannst Du mir gerne eine Mail schreiben :)

Sobald der nächste Teil veröffentlicht wurde, wird er hier verlinkt.

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